Archive for the ‘Allgemein’ Category

Der Kauf einer eigenen Immobilie

Mittwoch, Oktober 6th, 2010

Viele Berufstätige machen sich Gedanken darüber, wie sie am besten für das Alter vorsorgen können. Die gesetzliche Rentenversicherung reicht in der Regel nicht aus, um ein gutes finanzielles Einkommen im Rentenalter zu beziehen, da die jungen Beitragszahler aufgrund der geringen Geburtenrate fehlen.

Üblich für die private Altersvorsorge sind auch private Rentenversicherungen oder kapitalbildende Lebensversicherungen. Diese Versicherungen sind oft leicht zu verstehen und schnell abschließbar, wenn man einen guten Ansprechpartner für die Versicherung gefunden hat.

Oft entscheiden sich Menschen allerdings für den Kauf eines eigenen Hauses. Diese Entscheidung wird meist aufgrund verschiedener Aspekte getroffen. Zum einen kann man während der Rente mietfrei in seinem Wohngebäude leben und zum anderen erhält man durch die Mieteinnahmen des Gebäudes ein zusätzliches Renteneinkommen.

Wenn Sie sich schon früh für den Kauf einer Immobilie entscheiden, wird der Betrag für die Tilgung meist geringer sein. Dies ist jedoch auch abhängig von dem Wert des Gebäudes und der Höhe der Abzahlung.

Mit dem Kauf eines Hauses sind auch andere Dinge wichtig, die beachtet werden müssen. Damit das Gebäude gut vor Gefahren abgesichert ist, wird eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen. Vorher wird ein Vergleich Wohngebäudeversicherung bei verschiedenen Anbietern gemacht, um so eine möglichst günstige und umfangreiche Versicherung zu erhalten.

Die Wohngebäudeversicherung schützt somit den Immobilienbesitzer vor Schäden oder Zerstörungen des Hauses. Sollte ein teurer Schaden entstehen, bezahlt die Versicherung die Kosten, die zur Reparatur des Wohngebäudes notwendig sind.

Betriebsnebenkostenabrechnung: Kein Neubeginn der Abrechnungsfrist durch Anerkenntnis des Mieters

Dienstag, Mai 6th, 2008

Hat der Vermieter dem Mieter vor Ablauf der gesetzlichen Abrechnungsfrist keine formell ordnungsmäßige Abrechnung erteilt, kann er Betriebskosten auch nicht nachfordern, wenn der Mieter zuvor erklärt hat, er werde die Nachforderung begleichen.

Das musste sich ein Vermieter vor dem Bundesgerichtshof (BGH) sagen lassen. Als seine Mieter auszogen, baten sie darum, ihnen die beiden noch ausstehenden Betriebskostenabrechnungen zukommen zu lassen. Ein halbes Jahr später erteilte der Hausverwalter die Betriebskostenabrechnungen, allerdings in unverständlicher und damit formell nicht ordnungsgemäßer Weise. Als eine ordnungsgemäße Rechnung endlich vorlag, waren seit dem einen Abrechnungszeitraum fast zwei Jahre vergangen. Die Mieter verweigerten daher den Ausgleich der Nachforderung.

Zu Recht, entschied nun der BGH und wies die Zahlungsklage des Vermieters zurück. Seine Korrekturabrechnung für den ersten Abrechnungszeitraum sei verspätet gewesen. Nach dem Gesetz sei er verpflichtet, die jährliche Abrechnung über die Vorauszahlungen für Betriebskosten spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Dieser Verpflichtung habe er nicht genügt. Daher sei er mit der Nachforderung aus der korrigierten Abrechnung ausgeschlossen. Die Richter begründeten Ihre Entscheidung weitergehend damit, dass die einjährige Abrechnungsfrist eine Ausschlussfrist sei. Selbst wenn die Mieter dem Hausverwalter den Ausgleich der Nachforderung zugesagt haben sollten, hätte die Ausschlussfrist damit nicht neu begonnen. Die für das Verjährungsrecht geltende Vorschrift, wonach die Verjährung erneut beginne, wenn der Schuldner dem Gläubiger gegenüber den Anspruch vor Ablauf der Verjährungsfrist anerkenne, finde auf die Ausschlussfrist für die Betriebskostenabrechnung keine entsprechende Anwendung. Der Zweck der Ausschlussfrist bestehe darin, für Rechtssicherheit und Rechtsklarheit zu sorgen. Dieser Zweck stehe ihrer vollständigen Erneuerung entgegen (BGH, VIII ZR 84/07).

Kostenlose Steuerinfos

Samstag, Oktober 6th, 2007

Kostenlose Steuerinfos und aktuelle informationen aus dem deutschen Steuerrecht gibt es auf unserer Steuerinformationsseite www.steuerratgeber-online.de.


Regelsteuersatz für “Essen auf Rädern” und “Menü-Service”

Sonntag, Juli 8th, 2007

Für die Lieferung bestimmter Lebensmittel wie z.B. Backwaren (auch sog. Lebensmittelzubereitungen) gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 %. Diese Begünstigung ist auf den Handel mit Lebensmitteln zugeschnitten. Werden dagegen Speisen und Getränke mit Dienstleistungen gastronomischer Art abgegeben, ist die gesetzliche Voraussetzung der bloßen “Lieferung” regelmäßig nicht mehr erfüllt. Diese Umsätze unterliegen dem Regelsteuersatz (ab 01.01.2007: 19 %). Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesfinanzhofs (BFH) liegt eine Dienstleistung vor, wenn im jeweiligen Fall das Dienstleistungselement der Abgabe von fertig zubereiteten Speisen das Lieferelement qualitativ überwiegt. Im Rahmen dieser Abwägung dürfen nur Dienstleistungen berücksichtigt werden, die sich von denen unterscheiden, die notwendig mit der Vermarktung der Speisen verbunden sind. Allerdings kommt den zusätzlichen Leistungen aller Art regelmäßig ausschlaggebendes Gewicht zu. Betroffen sind insbesondere Imbisseinrichtungen aller Art, sog. Caterer und andere mobile Essensdienste. Dazu gibt es zwei aktuelle Urteile des BFH:

Das sog. “Essen auf Rädern” war Gegenstand des ersten Urteils. Ein Mahlzeitendienst gab fertig zubereitete Mittagessen portioniert auf eigenem Geschirr ohne Besteck an Einzelabnehmer in deren Wohnung aus. Der BFH bestätigte die Auffassung von Finanzamt und Finanzgericht, dass die Leistungen des Mahlzeitendienstes nicht als Lieferungen, sondern als sonstige Leistungen (Dienstleistungen) anzusehen und deshalb mit dem Regelsteuersatz zu besteuern seien. Der Mahlzeitendienst hatte nicht nur die Speisen nach Hause geliefert, sondern darüber hinaus auf eigenen Tellern bereitgestellt, die er wieder abgeholt und gereinigt hatte.

Das zweite Urteil betraf einen “Menü-Service”, der die Kinder mehrerer Schulen mit Mittagessen versorgte. Der Menü-Service brachte die in seiner Großküche zubereiteten Speisen heiß in Transportbehältern in die Schulen und gab sie durch seine Mitarbeiter portioniert auf Schulgeschirr in Schulräumen an die Kinder aus. Geschirr, Besteck und Mobiliar wurden anschließend durch die Mitarbeiter des Menü-Service gereinigt. Auch hier bestätigte der BFH die Beurteilung der Vorinstanz, dass das - durch diese Zusatzleistungen gebildete - Dienstleistungselement die Essensausgabe geprägt habe.

In beiden Fällen kam der BFH daher zu dem Ergebnis, dass die Umsätze dem Regelsteuersatz unterliegen.

Beste Rezepte finden Sie u.a. hier.

Unternehmenssteuerreform

Montag, Januar 8th, 2007

Über den Beschluss des Bundeskabinetts zur Unternehmenssteuerreform hatten wir bereits berichtet. Jetzt gibt dazu wieder Neuigkeiten: Anfang November hat sich die Bund-Länder-Arbeitsgruppe auf folgende Eckpunkte für die Unternehmensteuerreform 2008 verständigt, die zu einer Nettoentlastung der Unternehmen von 5 Mrd. EUR führen soll:

• Der Körperschaftsteuersatz soll von 25 % auf 15 % und die Gewerbesteuermesszahl von 5 % auf 3,5 % gesenkt werden. Hierdurch würde sich die Gesamtsteuerbelastung von 38,8 % auf 29,8 % verringern.

• Personenunternehmen (also Personengesellschaften, Einzelunternehmer, Freiberufler) sollen die Möglichkeit erhalten, einbehaltene Gewinne mit dem niedrigen Körperschaftsteuersatz von 15 % zu versteuern.

• Um Missbräuche zu vermeiden, soll die für kleinere und mittlere Unternehmen bestehende Möglichkeit, eine gewinnmindernde Ansparrücklage zu bilden, modifiziert werden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

• Die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer (nicht für die Körperschaftsteuer) soll geändert werden. Statt der hälftigen Hinzurechnung von Dauerschuldzinsen sollen die Finanzierungsanteile von Mieten, Pachten, Zinsen, Lizenzen und Leasingraten zu 25 % hinzugerechnet werden. Dabei soll ein Freibetrag von bis zu 100.000 EUR gelten. Personenunternehmen sollen zudem einen größeren Teil der gezahlten Gewerbesteuer als bisher mit der Einkommensteuer verrechnen können (Anhebung des Anrechnungsfaktors von bisher 1,8 auf 3,8). Die Gewerbesteuer soll nicht mehr als Betriebsausgabe abziehbar sein.

• Zur einheitlichen Besteuerung von Kapitalerträgen (Zinsen, Dividenden und Erlösen aus Wertpapierverkäufen) soll ab 2009 eine Abgeltungssteuer von 25 % erhoben werden. Die einjährige Spekulationsfrist für Wertpapierveräußerungsgeschäfte soll gänzlich wegfallen.
Der Gesetzesentwurf soll im Januar 2007 vorgelegt und das Gesetz vor der Sommerpause (Juli/August 2007) verabschiedet werden.

“Reichensteuer”: Neuer Spitzensteuersatz ab 2007

Dienstag, Oktober 17th, 2006

Bisher beträgt der Spitzensteuersatz 42 % des zu versteuernden Einkommens. Für besonders hohe Einkommen wird der Steuersatz ab 2007 von einem zu versteuernden Einkommen von 250.001 EUR bzw. 500.002 EUR an (Alleinstehende bzw. zusammen veranlagte Ehepaare) um 3 % auf 45 % angehoben.

Beispiel: Der angestellte Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens erzielt im Jahr 2007 als Lediger ein zu versteuerndes Einkommen von 400.000 EUR, das sich ausschließlich aus Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zusammensetzt. Die 250.000 EUR übersteigenden Einkünfte betragen in diesem Fall 400.000 EUR abzüglich 250.000 EUR = 150.000 EUR. Daraus ergibt sich ein Steuerzuschlag von 150.000 EUR x 3 % = 4.500 EUR.

Ausgenommen von dieser Änderung werden Einkünfte aus Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit sowie aus Land- und Forstwirtschaft (Gewinneinkünfte). Für diese Gewinneinkünfte wird ein Entlastungsbetrag eingeführt, der auf komplizierte Weise berechnet wird: Zunächst wird der Anteil der Gewinneinkünfte an der Summe der Einkünfte ermittelt. Die Bemessungsgrundlage für den Entlastungsbetrag ergibt sich, indem dieser Anteilssatz auf den Teil des zu versteuernden Einkommens angewandt wird, der oberhalb von 250.000 EUR bzw. 500.000 EUR liegt. Der Entlastungsbetrag beträgt dann 3 % dieser Bemessungsgrundlage. Dazu folgendes Beispiel:

Die Gewinneinkünfte und die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit eines Ledigen betragen jeweils 250.000 EUR, das zu versteuernde Einkommen 450.000 EUR. Der Steuerzuschlag beträgt 3 % von 200.000 EUR (450.000 EUR abzüglich 250.000 EUR) = 6.000 EUR.

Berechnung des Entlastungsbetrags: Der Teil des zu versteuernden Einkommens oberhalb von 250.000 EUR beträgt 200.000 EUR (450.000 EUR abzüglich 250.000 EUR) und der Anteil der Gewinneinkünfte an der Summe der Einkünfte 50 %. Bemessungsgrundlage für den Entlastungsbetrag: 50 % von 200.000 EUR = 100.000 EUR. Der Entlastungsbetrag beträgt somit 3 % von 100.000 EUR = 3.000 EUR.

Steuern bestimmen unser Leben

Dienstag, Oktober 17th, 2006

jaja, so ist es mit den Steuern. Muss man Sie zahlen ist es nicht recht und muss man keine bezahlen ist es auch wieder nicht recht.

In diesem Blog gibt es nun regelmäßig frische News zum Thema Steuern.