Archive for the ‘Kreditlexikon A’ Category

Anleihen

Mittwoch, Oktober 17th, 2007

Anleihen werden von juristischen Personen auf den Markt gebracht.

Es gibt sehr viele Arten von Anlagen. Die Anleihen können sich in Laufzeiten, der Emissionswährung oder der Verzinsung unterscheiden. Sehr gerne werden die Zinsen erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt, so dass die Anleihe zu einem geringeren als ihrem Nennwert erstanden und zum Nennwert vom Schuldner zurückgekauft wird. Diese Form nennt man Nullkuponanleihe. Der Kurs wird in allen Fällen in Prozent des Nominalwertes angegeben.

Anleihen unterscheiden sich nach der Art des Schuldners (Emittent) und sind leicht am Namen zu erkennen, wer sie auf den Markt bringt. Allein schon bei den Körperschaften wird unterschieden, ob Bund oder Länder die Schuldner sind, so dass hier die Staatsanleihe vom Bund und die Kommunalobligationen der Landesbanken zu nennen sind. Auf diese Weise finanziert die Politik ihre Defizite im Länder- beziehungsweise Bundeshaushalt.

Bankschuldverschreibungen und Pfandbriefe werden von Kreditinstituten emittiert, die sich dadurch ihre Mittel für die mittelfristige und langfristige Finanzierung ihres Kreditgeschäfts besorgen. Industrie- oder Unternehmensanleihen werden von Unternehmen verteilt, und Auslandsanleihen eben von ausländischen Emittenten. Wer immer der Emittent ist, eines haben alle Anleihen gemeinsam: Es sind Inhaberschuldverschreibungen und beschreiben damit eine Form der Finanzierung.

Der Zusammenhang zwischen Restlaufzeit und dem Zins einer Anleihe findet Niederschlag in der Zinskurve. Das Bedeutet: Der Wert der Anleihe sinkt, wenn der Marktzins steigt? Dieser Umstand ist jedoch neben dem Risiko, dass der Schuldner in Zahlungsverzug kommen kann oder sogar zahlungsunfähig wird nicht das einzige, denn je nach Emittent können auch Währungsrisiken, Inflationsrisiken und andere Risiken auftreten. Bei öffentlichen Anleihen kommt aber sicherlich nur das Zinsrisiko bei vorzeitiger Rückgabe in Betracht.

Eine weitere bekannte Form ist die Wandelschuldverschreibung oder Wandelanleihe. Damit hat der Gläubiger das Recht, die Anleihe in Aktien des Emittenten zu tauschen, Zeitpunkt und Anzahl der Aktien sind bei der Emission festgelegt. Im Prinzip handelt es sich um eine fest oder variabel verzinste Anleihe, die mit einer Call-Option verknüpft ist.

Altbaufinanzierung

Mittwoch, Oktober 17th, 2007

Altbaufinanzierung - Bei der Finanzierung eines Altbaus wird von einem bereits existierenden Gebäude ausgegangen, welches von einer Privatperson verkauft wird.

Abtretung

Mittwoch, Oktober 17th, 2007

Abtretung - Die Abtretung ist die Übertragung einer Forderung von dem Gläubiger (Zedent) auf einen anderen (Zessionar). Es wird zwischen einer stillen und offenen Zession unterschieden.

Stille Zession: Der Zedent tritt seine Forderung ab, ohne den Schuldner zu informieren. Regelmäßig ist das der Fall, wenn eine Forderung lediglich als Sicherungsmittel abgetreten wird. (sog. Sicherungsabtretung).

Offene Zession: Bei dieser Abtretung wird der Schuldner über die Forderungsabtretung informiert. Er ist nun verpflichtet, direkt an den Zessionar zu zahlen. Diese Zession wird häufig zur Sicherung eines Bankkredites verwendet, wobei der Zedent der Kreditnehmer und die Bank der Zessionar ist.

Die Lohnabtretung ist eine klassische Form der Abtretung.

Die Abruffrist

Mittwoch, Oktober 17th, 2007

Abruffrist - Die Abruffrist besagt, dass ein Kreditnehmer innerhalb eines bestimmten Zeitraumes sein Darlehen/Kredit abrufen sollte.
Die Frist kann man bei Bedarf und nach Angabe von Gründen verlängern lassen.