Private Rentenversicherung: Grundrente und Bonusrente

Oktober 30th, 2006

Ein Steuerzahler hatte einen privaten Rentenversicherungsvertrag gegen Einmalbetrag abgeschlossen. Er erhielt ab sofort eine garantierte “Grundrente” und eine nicht garantierte “Bonusrente aus der Überschussbeteiligung”. Während die Grundrente nur mit dem Ertragsanteil (z.B. bei Rentenbeginn ab 60 mit 22 %) steuerpflichtig ist, gab es Streit darüber, ob die “Bonusrente” in voller Höhe oder ebenfalls nur mit dem Ertragsanteil zu versteuern war.

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass auch die nicht garantierte Bonusrente aus der Überschussbeteiligung nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig ist.

Mal wieder eine positive Entscheidung zu Gunsten des kleinen Steuerzahler und Rentner.

Reduzierung der Pendlerpauschale

Oktober 21st, 2006

Jetzt ist es doch so gekommen, die Pendlerpauschale wird drastisch gekürzt, ab dem Veranlagungsjahr 2007 wird die Pauschale von 30 Cent pro Entfernungskilometer zur regelmäßigen Arbeitsstätte nur noch ab dem 21. Kilometer als Werbungskosten anerkannt.

Da bleibt abzuwarten ob diese Entscheidung alle Steuerbürger stillschweigend akzeptieren werden. Die Gerichte wird die Kürzung der Pendlerpauschale sicherlich noch beschäftigen. Die neue Regelung benachteiligt eindeutig die arbeitende Bevölkerung. Es werden sicherlich ca. 50 % der Steuerpflichtigen keine große Erstattung mehr vom Finanzamt, beim einreichen Ihrer Einkommensteuererklärung erhalten, da die Fahrtkosten in der Regel die einzigen größeren Werbungskosten sind.

Natürlich spart der Fiskus einige Euros und die Mitarbeiter auf den Finanzämtern werden spürbar entlastet. Schauen wir mal, wie groß die Einsparung für unseren Staat ist. Hoffen wir, dass dieser Einschnitt zur Entlastung der Staatsverschuldung beitragen kann.

Mehrwertsteuererhöhung 2007

Oktober 18th, 2006

Bald ist es soweit, die Mehrwertsteuer wird von 16% auf 19% angehoben. Es bleibt abzuwarten in wie weit sich diese Steuererhöhung auf die deutsche Wirtschaft auswirken wird. Sicherlich haben einige Bürger größere Investition wie z.B. Haussanierung, Möbelkauf und Autokauf in das Jahr 2006 vorgezogen. Ich denke, dass sich bis ende des 1.Quartals 2007 alles wieder eingependelt hat und lediglich in den ersten drei Monaten des neuen Jahres die Einzelhändler leichte Umsatzeinbusen verzeichnen werden.

Es bleibt zu Hoffen, dass diese Steuererhöhung dem Fiskus die erhofften Mehreinnahmen beschert und so Mittel für wichtige Investitionen frei werden und evtl. die Staatsverschuldung gesenkt werden kann.


Private Rentenversicherung: Grundrente und Bonusrente

Oktober 17th, 2006

Ein Steuerzahler hatte einen privaten Rentenversicherungsvertrag gegen Einmalbetrag abgeschlossen. Er erhielt ab sofort eine garantierte “Grundrente” und eine nicht garantierte “Bonusrente aus der Überschussbeteiligung”. Während die Grundrente nur mit dem Ertragsanteil (z.B. bei Rentenbeginn ab 60 mit 22 %) steuerpflichtig ist, gab es Streit darüber, ob die “Bonusrente” in voller Höhe oder ebenfalls nur mit dem Ertragsanteil zu versteuern war. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass auch die nicht garantierte Bonusrente aus der Überschussbeteiligung nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig ist.

Hinweis: Sollte es sich bei dem privaten Rentenversicherungsvertrag um eine “Rürup-Rente” handeln, wären die Grundrente und die Bonusrente mit dem sog. Besteuerungsanteil (bei Rentenbeginn ab 2006 = 52 %) steuerpflichtig.

“Reichensteuer”: Neuer Spitzensteuersatz ab 2007

Oktober 17th, 2006

Bisher beträgt der Spitzensteuersatz 42 % des zu versteuernden Einkommens. Für besonders hohe Einkommen wird der Steuersatz ab 2007 von einem zu versteuernden Einkommen von 250.001 EUR bzw. 500.002 EUR an (Alleinstehende bzw. zusammen veranlagte Ehepaare) um 3 % auf 45 % angehoben.

Beispiel: Der angestellte Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens erzielt im Jahr 2007 als Lediger ein zu versteuerndes Einkommen von 400.000 EUR, das sich ausschließlich aus Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zusammensetzt. Die 250.000 EUR übersteigenden Einkünfte betragen in diesem Fall 400.000 EUR abzüglich 250.000 EUR = 150.000 EUR. Daraus ergibt sich ein Steuerzuschlag von 150.000 EUR x 3 % = 4.500 EUR.

Ausgenommen von dieser Änderung werden Einkünfte aus Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit sowie aus Land- und Forstwirtschaft (Gewinneinkünfte). Für diese Gewinneinkünfte wird ein Entlastungsbetrag eingeführt, der auf komplizierte Weise berechnet wird: Zunächst wird der Anteil der Gewinneinkünfte an der Summe der Einkünfte ermittelt. Die Bemessungsgrundlage für den Entlastungsbetrag ergibt sich, indem dieser Anteilssatz auf den Teil des zu versteuernden Einkommens angewandt wird, der oberhalb von 250.000 EUR bzw. 500.000 EUR liegt. Der Entlastungsbetrag beträgt dann 3 % dieser Bemessungsgrundlage. Dazu folgendes Beispiel:

Die Gewinneinkünfte und die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit eines Ledigen betragen jeweils 250.000 EUR, das zu versteuernde Einkommen 450.000 EUR. Der Steuerzuschlag beträgt 3 % von 200.000 EUR (450.000 EUR abzüglich 250.000 EUR) = 6.000 EUR.

Berechnung des Entlastungsbetrags: Der Teil des zu versteuernden Einkommens oberhalb von 250.000 EUR beträgt 200.000 EUR (450.000 EUR abzüglich 250.000 EUR) und der Anteil der Gewinneinkünfte an der Summe der Einkünfte 50 %. Bemessungsgrundlage für den Entlastungsbetrag: 50 % von 200.000 EUR = 100.000 EUR. Der Entlastungsbetrag beträgt somit 3 % von 100.000 EUR = 3.000 EUR.

Steuern bestimmen unser Leben

Oktober 17th, 2006

jaja, so ist es mit den Steuern. Muss man Sie zahlen ist es nicht recht und muss man keine bezahlen ist es auch wieder nicht recht.

In diesem Blog gibt es nun regelmäßig frische News zum Thema Steuern.